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: 75843
: 2016-12-04
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Die Wirtschaftssysteme()
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Word Doc
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I. Die Wirtschaftssysteme

 

Die Ordnung des Wirtschaftslebens beinhaltet als Kernfrage das

Verhltnis Staat - private Wirtschaft, Bindung und Freiheit im

'Wirtschaftsbereich sowie Eigentum und Verfgung ber di(

Produktionsmittel. Die durch die Industrialisierung hervorgerufene

Produktionssteigerung hat in zunehmendem Mae als politische Komponente

die Beziehungen zwischen Stabilitt der Preise, wirtschaftlichem

Wachstum, Erhaltung der Kaufkraft und Sicherung der Arbeitspltze ins

Spiel gebracht, wobei dieses magisch Viereck" im Gleichgewicht zu

halten ist. Die Verschiedenheit der praktizierten Wirtschaftssysteme

fhrt jedoch zwangslufig zui berbetonung der einen oder anderen

Komponente und damil zu einer entgegengesetzten Entwicklung innerhalb

der freien bzw. sozialen Marktwirtschaft und der Planwirtschaft. Beide

Systeme sind volkswirtschaftliche Denkmodelle, die in der Praxis

vermischt auftreten.

 

l. Freie Marktwirtschaft

 

a) Die klassische Nationalkonomie

 

Diese Form des Wirtschaftslebens entspricht einem Bedrfnis des handel-

und gewerbetreibenden Industriestaates und dem System des modernen

Kapitalismus. Sie wird dadurch geprgt, dat der Einzelmensch auch im

Wirtschaftsleben sich selbst berlasset bleibt, whrend auf dem Markt

das freie Spiel der Krfte herrscht. Kennzeichnend ist das Verhltnis

von Produktion und Bedarf das sich ebenso wie das Verhltnis von Angebot

und Nachfrag von selbst regelt. Es findet also ein marktwirtschaftlich

automa scher Ausgleich aller Interessen statt, wobei sich eine

naturlich Auslese der Besten nach Magabe ihrer Leistungen vollzieht. Un

die Marktwirtschaft vllig unbeeinflut funktionieren zu lassen ist ein

von Lenkungsprinzipien freier Handel, Waren- um Dienstleistungsverkehr

sowie eine nahezu unbegrenzte Gewerbt freiheit erforderlich. Auch die

schrankenlose Freiheit des Eigen tums mit der dazugehrigen

Verfgungsmacht ber Grund um

 

Boden mu vom politischen Prinzip her gewhrleistet sein. Gleiches gilt

fr die Freizgigkeit (d.h. die Beschftigung, Berufsaus-nbung und

Arbeitsplatzwahl), die Freiheit der Konsumwahl und die Freiheit der

Lohn-/Preisgestaltung.

 

Diese Form der klassischen Nationalkonomie hat sich infolge der

eigentmlichen Dialektik des Freiheitsbegriffes" selbst zer-wrt, wobei

die absolute Vertragsfreiheit die Wettbewerbsfreiheit ausgehhlt hat. Da

die uneingeschrnkte Freiheit als solche ihr Regulativ in der

Gesetzmigkeit des Marktes findet, die jeweilige Nachfrage sich aber

auf das gnstigste Angebot einpendelt, wird - um eine Ordnung

aufrechtzuerhalten - ein Gleichgewicht itr Krfte vorausgesetzt.

 

Beispiel: Vielzahl gleich groer, gleich leistungsfhiger und gleich

kapi-ulkraftiger Einzelbetriebe.

 

Der Markt selbst hat, von diesem freien System ausgehend, das

Gleichgewicht der Krfte verschoben, da Industrialisierung, Verkehr und

Technik den Grobetrieb gebracht und die Entstehung von Kartellen,

Monopolen, Syndikaten und Konzernen gefrdert laben. Dadurch ist in

vielen Fllen die Initiative kleiner und mittlerer Unternehmen erstickt

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