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: 2016-12-03
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Die Entstehung des Rittertums ()
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Word Doc
1445
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Die Entstehung des Rittertums

 

Die Geschichte des Rittertums begann in der ersten Haelfte des 8.

Jahrhunderts

 

n. Chr. In einer Zeit, in der die Anhaenger des Propheten Mohammed nach

der Eroberung Vorderasiens und Nordafrika nun auch nach der Herrschaft

ber Westeuropa griffen.

 

In der abendlndischen Christenheit erweckten die neuen Nachbarn

Misstrauen und Furcht. Aus guten Grnden. Denn die Eroberung Spaniens

war ja kein gewhnlicher Krieg gewesen, sondern ein Dschihad, ein

Religionskrieg, der vor allem ein ziel verfolgte: den Islam mit Feuer

und Schwert auszubreiten. Und dieses Ziel bestand auch nach der

Eroberung Spaniens fort.

 

Der erste, der aus dieser Einschtzung der Lage seine Schlussfolgerung

zog, war der frnkische Kanzler Karl Martell (741-768). Besorgt hatte er

sich von der eigentmlichen Angriffstaktik der Mohammedaner berichten

lassen. Diese fanatischen Kmpfer brausten auf ihren schnellen Pferden

wie ein Gewittersturm heran, berschtteten den Gegner mit einem Hagel

von Pfeilen, griffen, nachdem sie die feindliche Schlachtordnung so in

Unordnung gebracht hatten, von mehreren Seiten zugleich an, zogen sich

aber, wo sie auf unberwindlichen Widerstand stieen, unvermittelt

zurck, um urpltzlich aus einer anderen Richtung wieder aufzutauchen

und das tdliche Spiel von neuem zu beginnen. Konnten die schwerflligen

frnkischen Futruppen einem so unberechenbaren Gegner auf Dauer

standhalten? Fr den kriegserfahrenen Karl Martell war die Antwort auf

diese Frage klar:

 

Wollte das frnkische Reich nicht das gleiche Schicksal erleiden wie

soeben Spanien, dann musste es den Reiterarmeen der Mohammedaner eine

eigene schlagkrftige Reiterarmee entgegensetzen. Und so geschah es. In

den folgenden Jahren bauten die Franken eine Truppengattung auf, die man

heute als frnkische Panzerreiter bezeichnet die Vorlufer der

sptern Ritter.

 

=> Die beiden typischen Angriffswaffen des Ritters waren die schwere

Lanze und das gerade Schwert. Seltener kmpfte er mit der Streitaxt (a),

dem Streitkolben (b) oder (seit dem 15. Jahrhundert) mit dem

Streithammer (c).

 

Die Ausbildung zum Ritter

 

Schon im Alter von sieben Jahren wurde aus dem Kind der Page, was

bedeutete, dass der Knabe aus de Obhut der Frauen in die Schule der

Mnner berging.

 

Der Umgang mit den ritterlichen Waffen spielte nur eine untergeordnete

Rolle.

 

Denn zuvor hatte der Knabe das Ritter-ABC zu erlernen: reiten,

schwimmen, Bogenschiessen, Faustkampf und Vogelfallen aufstellen. Das

einben fand unter den Augen des Vaters, der Brder oder eines

bestellten Erziehers statt.

 

Dann, im Alter von vierzehn Jahren, musste der Page das Elternhaus

verlassen, um nun als Knappe seine Ausbildung bei einen anderen Ritter

fortzusetzen.

 

Ziel der Knappen-Ausbildung war es, den vollkommenden Ritter

heranzubilden. Dabei lag das Hauptgewicht naturgem auf den

verschiedenen Kampftechniken. Gebt wurden die Treffsicherheit beim

Anrennen mit der Lanze sowie der Kampf mit Schwert, Streitkolben oder

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