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: 2016-12-03
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Das Fernrohr ()
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Das Fernrohr

 

Fernrohr entwickeln. Das Weltbild hat sich seitdem stark veraendert.

Fast alle heutigen Kenntnisse ber Planeten, Sonnen, Kometen, Nebel usw.

basieren auf der Erfindung des Fernrohrs.

 

 

Das wichtigste Bestandteil eines Fernrohres ist die, nach den

gleichnamigen platten Samen einer Erbsenpflanze benannte Linse. Das

Prinzip der Linse wurde wahrscheinlich erstmals bei einem Wassertropfen

entdeckt. Die gypter konnten Glasgegenstnde fertigen und entdeckten

beim Betrachten dieser Gegenstnde dabei bestimmt merkwrdige

Verzerrungen beim Hindurchsehen. Claudius Ptolemus (etwa 85-160 n.

Chr.) war der erste, der diese Erscheinungen mit Wasser gefllten

Glaskugeln untersuchte. In Form von mit Wasser gefllten Glaskugeln

fanden auch die ersten Linsen ihre praktische Verwendung: Sie sollten

das Kerzenlicht verstrken.

 

 

Im 13. Jahrhundert wurden die ersten Brillen gefertigt: Sammel- und

Zerstreuungslinsen behoben die Weit- bzw. Kurzsichtigkeit.

 

 

Obwohl ein Fernrohr nur die Zusammensetzung zweier Linsen bentigt,

wurde das erste Fernrohr erst Anfang des 17. Jahrhunderts von einem

hollndischen Brillenmacher namens Lipper(s)hey angefertigt. Sein

Versuch, seine Erfindung patentieren zu lassen, scheiterte. Auch wurde

er beim Militr nicht gewollt.

 

 

Als Galileo Galilei (1564-1642) von der Erfindung hrte, baute er eins

nach und verbesserte es sogar noch. Durch sein Fernrohr entdeckte er

neue Planeten und Monde. Wegen seiner neuen Erkenntnisse wurde er auch

der Ketzerei beschuldigt.

 

 

Das Grundprinzip des Fernrohrs ist die Sehwinkelvergrerung. Je weiter

weg ein Gegenstand ist, desto kleiner wird der Sehwinkel und damit der

Gegenstand. Wenn man also durch geschickte Brechung der Lichtstrahlen

den Sehwinkel vergrert, vergrert sich auch die erscheinende Gre

des Gegenstandes. Die vordere Linse des Fernrohrs (das Objektiv) erzeugt

bei der Brennweite ein Zwischenbild, das durch die Linse beim Auge (das

Okular) wie eine Lupe vergrert wird.

 

 

Heute gibt es drei Haupttypen des Fernrohrs:

 

>> Das astronomische oder Keplersche Fernrohr

 

>> Das hollndische oder Galileiische Fernrohr

 

>> Das Zugfernrohr

 

Das Keplersche Fernrohr wurde von Johannes Kepler (1571-1630) entworfen

und fr astronomische Beobachtungen genutzt. Durch ein solches Fernrohr

sieht man alles kopfstehend und seitenverkehrt. Dieses Fernrohr besitzt

zwei Linsen, nmlich zwei Sammellinsen, was das kopfstehende und

seitenverkehrte Bild erklrt.

 

 

Das hollndische oder Galileiische Fernrohr wurde von einem

hollndischen Brillenmacher entwickelt und von Galilei weiterentwickelt.

Auch dieses besteht aus zwei Linsen, wobei aber das Okular eine

Zerstreuungslinse ist, wodurch das Bild aufrecht und seitenrichtig

erscheint.

 

 

Das Zugfernrohr besteht aus drei Sammellinsen, bei dem wegen der dritten

Sammellinse das Bild wieder aufrecht und seitenrichtig erscheint. Das

Zugfernrohr hat seinen Namen daher, da man es auseinanderziehen und

zusammenschieben kann, um es scharf zu stellen.

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