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: 2016-12-08
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Hexenverfolgung am Beispiel von Anton Praetorius ()
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Word Doc
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201

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Hexenverfolgung am Beispiel von Anton Praetorius

 

 

Ein Pfarrer kaempfte gegen Folter und Hexenprozesse: Anton Praetorius

 

Zum 400-jaehrigen Gedenken an das Lebenswerk eines protestantischen

Pfarrers

 

von HYPERLINK "http://www.anton-praetorius.de/" \t "_blank" Hartmut

Hegeler

 

Die Hexenprozesse und ihre Ursachen

 

Die letzte Hinrichtung einer Hexe in Europa fand im Jahr 1787 in der

Schweiz statt. Historiker gehen heute davon aus, dass etwa 100 000

Menschen in Hexenprozessen hingerichtet wurden. Es wurden nicht nur

Frauen angeklagt. 30 % waren Mnner und Kinder. Die Opfer kamen

berwiegend aus rmeren Bevlkerungsschichten. Nach den neuesten

Forschungen ist nicht davon auszugehen, dass es sich um eine spezielle

Vernichtungskampagne von Hebammen, weisen Frauen oder Kruterhexen

handelte.

 

 

Historiker suchen heute noch nach Grnden, wie es zu den

Hexenverfolgungen kommen konnte. Fest steht, dass im 16. und 17.

Jahrhundert in Deutschland und Europa ein geistiges Klima herrschte, das

die Verfolgungen begnstigte. Kriege, Krankheiten und Katastrophen

erzeugten bei den Menschen Angst und Panik. Es herrschte

Endzeitstimmung. Um 1590 wteten die spanischen Truppen in Deutschland.

Eine Pestepidemie raffte zum Teil die Hlfte der Bevlkerung hinweg.

berall in Mitteleuropa sanken die Temperaturen - die sogenannte kleine

Eiszeit. Die Ernten verdarben, die Menschen litten Hunger, das Vieh

starb. Krankheiten breiteten sich aus.

 

Abbildung unten: Wetterzauber durch zwei Hexen

 

Katastrophen passierten. Sie fhrten in ihrer aberglubischen Weise

alles auf Schadenszauber zurck. Hexen wurden beschuldigt, den Menschen

gezielt Schaden zuzufgen. Man suchte Sndenbcke - und man fand sie. In

der aberglubischen Bevlkerung begann eine Hetzjagd auf die Hexen'. In

dem Buch "Hexenhammer" der Mnche Sprenger und Institoris erhielten die

Richter Anleitungen fr das berfhren von Hexen.

 

Die weltlichen Gerichte gingen nicht zimperlich mit den Hexen' um. Die

Angeklagten wurden gefoltert, bis sie ein umfassendes Gestndnis

ablegten. Ihre Krper suchte man nach Hautvernderungen, Zeichen des

Teufelspaktes', ab. Anschlieend warf man sie, an Hnde und Fe

gefesselt, ins Wasser. Trieben sie oben, waren sie Hexen und wurden

hingerichtet. Versanken sie, waren sie unschuldig. Entgegen landlufigen

Ansichten und anders als auf dieser Abbildung wurden die Angeklagten an

Stricken gebunden und wurden wieder aus dem Wasser herausgezogen.

 

Abbildung unten: Wasserprobe

 

Martin Luther und Calvin

 

Seit 200 Jahren hat sich keine Kirche jemals offiziell zu den

Hexenprozessen geuert. Erst 1997 verffentlichte die Synode der

Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern eine Stellungnahme zu der

Mitverantwortung der protestantischen Kirche zu den Hexenprozessen.

Berhmte Protestanten wie Martin Luther oder Johannes Calvin forderten

die gerichtliche Verfolgung von Zauberern und Hexen gem der Aussage

des Alten Testaments Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen`

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