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: 2016-12-09
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Sauerstoffmangel in der westlichen Ostsee ()
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Word Doc
1382
201

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Sauerstoffmangel in der westlichen Ostsee

 

Sauerstoffmangel

 

Insgesamt erscheint die Sauerstoffsituation 2002 im Bodenwasser der

westlichen Ostsee deutlich schlechter als in den letzten Jahren.

Bemerkenswert ist das jahreszeitlich fruehe Auftreten des

Sauerstoffmangels. Bereits vor zwei Wochen (13.8.) wurde bei Messungen

in Bodennhe das Fehlen von Sauerstoff und Schwefelwasserstoff

festgestellt.

 

Auch Sondenmessungen erbrachten in der Innen- wie Auenfrde sehr

niedrige Werte zwischen 1,0 und 0,3 mg/l Sauerstoff. Die Bildung

giftigen Schwefelwasserstoffs ist auch hier zu vermuten. Sollte der Wind

auf westliche Richtungen umschwenken und sich verstrken, kann es zum

Auftrieb giftigen H2S-haltigen Wassers an die Oberflche kommen. Dann

ist auch an schleswig-holsteinischen Ksten mit Fischsterben zu rechnen.

Festsitzende Bodentiere sind vermutlich schon jetzt in einigen Bereichen

geschdigt oder abgestorben.

 

In Dnemark spricht man jetzt schon von dem grten O2-Mangelereignis

seit Beginn der Messungen. Weite Bereiche des Meeresbodens um Fnen im

Groen und Kleinen Belt seien bereits abgestorben.

 

Um einen groflchigen berblick ber die Situation vor

Schleswig-Holstein zu erhalten, werden vom 2. bis 20. September auf ber

60 Messstellen hydrographische Untersuchungen und Sauerstoffmessungen

durchgefhrt. Eine hnliche Kampagne gab es bereits im letzten Jahr, so

dass Vergleichsdaten vorliegen. Mit Zwischenergebnissen ist bereits am

6. September Herrn zu rechnen. An die hydrographischen und chemischen

Messungen schliet sich vom 23. bis 27.9. ein Unterwasservideomonitoring

an, bei dem eine erste Bewertung der Auswirkung auf die Bodenlebewelt

vorgenommen wird.

 

Auf eine mgliche Ursache vom 20.8.2002 hin:.

 

Der erhhte Phytoplanktongehalt ist sicher eine Folge der erhhten

Festlandsabflsse mit seinen Nhrstofffrachten im Juli durch die

Starkregenereignisse. Aber auch letzten Herbst und im Frhjahr gab es

berdurchschnittliche Regenflle. Dadurch kam es neben Nhrstoffen auch

zum Eintrag von sauerstoffzehrender organischer Substanz (Bltter,

Mckelarven, Ssswasseralgen etc.) in die Kstengewsser.

 

Zudem sind durch die lang anhaltende, schwache Ostwindlage die

Salzgehalte an der Oberflche gering, die Temperaturen hoch und damit

die Schichtung sehr stabil. Dieses verhindert Wasseraustausch und

Belftung des Bodenwassers. Mit einer Entspannung der Situation ist

erfahrungsgem erst Anfang bis Mitte Oktober zu rechnen, wenn sich

durch Abkhlung und Starkwinde die Schichtung nach und nach auflst und

sauerstoffreiches Wasser an den Boden herangefhrt wird.

 

Im Oberflchenwasser treten wegen des stndigen Kontaktes mit der

Atmosphre, der Sauerstoffproduktion des Phytoplanktons bei der

Fotosynthese im Sommer und der thermischen Konvektion im Winter keine

Sauerstoffprobleme auf. Anders im Tiefenwasser. Die Dichteschichtung,

vor allem die haline Sprungschicht, wirkt wie eine Sperre.

 

Gegenber vertikalen Austauschprozessen, so dass eine konvektive

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