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: 2016-12-04
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Theodor Fontane ()
dimich
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Word Doc
1861
198

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Theodor Fontane

 

Theodor Fontane wird am 30. Dezember 1819 in Neuruppin, einer kleinen

maerkischen Stadt nordwestlich von Berlin, geboren. Seine Eltern, Louis

Henri Fontane und Emilie Labry, stammen von Hugenotten ab, die Ende des

17. Jahrhunderts Frankreich wegen ihres Glaubens verlassen mussten und

in Brandenburg Zuflucht fanden. Sie taufen ihren ersten Sohn Henri

Thodore; ins Kirchenbuch wird er zugleich als Heinrich Theodor

eingetragen, und der zweite Vorname wird zum Rufnamen. Den Stolz auf die

hugenottische Familientradition wird auch der sptere Schriftsteller

bewahren, der seinen Namen, im Gegensatz zur heutigen Gewohnheit,

franzsisch (also ohne Endungs-e) ausspricht.

 

Fontanes Vater Louis Henri besitzt die Neuruppiner Lwen-Apotheke in

Fontanes Geburtshaus. Das Geschft geht jedoch nicht sehr gut, und als

Fontanes Geschwister Rudolf, Jenny und Max geboren werden, wird die

finanzielle Lage so prekr, dass der Vater die Apotheke im Jahr 1826

verkauft und mit der Familie nach Swinemnde an der Odermndung

bersiedelt.

 

Da die Mutter dagegen ist, dass Theodor die Swinemnder Stadtschule

besucht, wird er zu Hause von den Eltern, spter von Privatlehrern

unterrichtet. 1832 besucht er kurze Zeit ein Gymnasium, doch der Vater

gibt ihn noch vor Ende des ersten Schuljahrs in eine Berliner Realschule

und lsst ihn bei seinem Halbbruder August und dessen Frau Philippine,

genannt Tante Pinchen wohnen. Voll Bedauern ber seine bruchstckhafte

Schulbildung wird Fontane viele Jahre spter schreiben: Das berhmte

Wort vom 'Stckwerk' traf auf Lebenszeit buchstblich und in besonderer

Weise auf mich zu.

 

Nach dem Ende der Schulzeit whlt Fontane den Beruf des Vaters und wird

Apotheker. An professionelle Schriftstellerei denkt er noch lange nicht;

seine literarische Produktion erstreckt sich auf wenige Gedichte und

Aufstze ber historische Themen. Die Apothekerlehre kommt seinen

literarischen Ambitionen zugute, und zwar aus zwei Grnden: Erstens

lassen sich beim monotonen und langwierigen Anrhren der Rezepturen

recht gut Gedichte und sogar kleinere Prosastcke verfassen, die er dann

in seiner Freizeit zu Papier bringt. Zweitens unterhlt der Apotheker,

wie es damals nicht selten war, einen Lesezirkel: Neuerscheinungen des

Buchmarkts und vor allem Zeitschriften liegen in seiner Apotheke aus. Am

interessantesten fr den jungen Fontane ist die von Karl Gutzkow

herausgegebene Zeitschrift Der Telegraph fr Deutschland, eines der

wichtigsten Organe des Jungen Deutschland.

 

Whrend der Lehrzeit entstehen die Dichtung Heinrichs IV. erste Liebe

und die Erzhlungen Du hast recht getan und Geschwisterliebe. Nur die

letztere ist berliefert, denn sie wird im Berliner Figaro in

Fortsetzungen abgedruckt damit wird Theodor Fontane im Jahr 1839 nicht

nur fertiger Apothekergehilfe, der Zwanzigjhrige ist auch zum ersten

Mal als Schriftsteller ffentlich in Erscheinung getreten.

 

Im September 1840 verlsst Fontane Berlin und setzt seine

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